7 Gipfel - 7 Fragen

Hintergrundgespräch mit Eric Leitner, Organisator und Mitgründer der SEVEN SUMMITS TOUR SCHRÖCKEN

Bergsteigen im Zeichen des guten Zwecks

 

Am kommenden Samstag (01.09.) ist soweit: die spektakuläre SEVEN SUMMITS TOUR startet in Schröcken, Vorarlberg. Nicht nur die Strecke ist einmalig, sondern auch die Verbindung eines sportlichen Events mit dem Gedanken des guten Zwecks. Wir durften mit dem Organisator und Mitgründer der Tour sowie Länderrepräsentant der Organisation ROKPA, Eric Leitner, sprechen.

Dieses Jahr handelt es sich um eine ganz besondere SEVEN SUMMITS TOUR SCHRÖCKEN und zwar die zehnte Jubiläumstour. Können Sie uns etwas zur Entstehung dieses Events erzählen?

Ich engagiere mich seit vielen Jahren für die Organisation ROKPA und wir hatten lange Zeit die Idee für ein Event im Kopf, um Spenden für den guten Zweck zu sammeln. Das Thema Sport und Hilfeleistung miteinander zu verknüpfen bietet sich an. Die Landschaft in Schröcken und in Nepal ähnelt sich in vielerlei Hinsicht, daher lässt sich auch hier wieder eine wunderbare Verbindung herstellen. So ist aus der Idee, eine Wirklichkeit entstanden: Laufen für den guten Zweck.

Gibt es einen Moment aus den vergangenen Jahren, der Ihnen ganz besonders in Erinnerung geblieben ist?

Ich möchte keinen besonderen Moment hervorstreichen. Für mich ist die Begeisterung der Teilnehmer und Freiwilligen jedes Mal aufs Neue einzigartig. Es ist schön zu sehen mit welchem Einsatz alle bei der Sache sind. Ich freue mich, dass den Teilnehmern der gute Zweck ganz klar bewusst ist und ich jedes Jahr auf ROKPA angesprochen werde. Schließlich geht es um wichtige Hilfe.

Sollte das Wetter nicht mitspielen, wird es eine Ersatzroute geben. Wie beschließen Sie, wo die Ersatzroute verlaufen soll und wie spontan kann hier umgeplant werden?

In den Bergen kann man das Wetter nie mit 100%iger Sicherheit vorhersagen. Aus diesem Grund haben wir immer verschiedene Ersatzrouten. Effektiv legen wir am Mittwoch oder Donnerstag vor dem Event fest, welche Route gelaufen werden kann. Hier gilt unserem flexiblen Team ein großer Dank, da es beispielsweise alleine an die 500 Markierungen anzubringen gibt – das ist eine ganze Menge!

Die SEVEN SUMMITS TOUR gilt als eine der extremsten Bergläufe in den Alpen. Welche Vorkehrungen treffen Sie, um das Risiko für die Teilnehmer so gering wie möglich zu halten?

Wie bereits erwähnt, gehen wir bei dem Thema Sicherheit keine Kompromisse ein. Wenn das Wetter und die Gegebenheiten es nicht zulassen auf die Gipfel zu steigen, wird eine Ersatzroute gelaufen. Außerdem ist die Bergrettung aus Schröcken und dem umliegenden Gebiet ein wichtiger Partner und steht uns während des gesamten Events zur Seite. Immerhin sprechen wir hier vom hochalpinen Gelände, somit gibt es also immer einen gewissen Risikofaktor. Für uns ist es aber wichtig, ein sicheres und faires Rennen zu ermöglichen. Bis jetzt gab es glücklicherweise noch nie schwerwiegende Verletzungen.

Welche Rolle spielen Sponsoren, wie die HEINZL Firmengruppe, für Sie als Organisator der SEVEN SUMMITS TOUR?

Ohne großzügige Sponsoren, wie die HEINZL FIRMENGRUPPE, wäre die Durchführung des Events nicht möglich. Ich habe Christian Heinzl vor einigen Jahren kennengelernt als er in Schröcken auf Urlaub war. Er war sofort von der Idee des Events begeistert und unterstützt uns seitdem jedes Jahr. Wir haben mit 300€ angefangen und sind mittlerweile bei um die 20.000€. Dazu leisten unsere Sponsoren einen großen Beitrag.

Die Personalbeschaffung ist ein wichtiger Geschäftszweig der HEINZL Firmengruppe. Wie managen Sie das Thema Personal? Gibt es ein fixes Team und welche Rolle spielen freiwillige Mitarbeiter?

Wir haben eine kleine Kerngruppe, die das ganze Jahr an dem Event arbeitet und natürlich viele Freiwillige. Wir haben mit sieben Leuten gestartet und heute sind bis zu 70 Personen an dem Event beteiligt. Ohne die vielen freiwilligen Helfer, der Bergrettung und vielen weiteren wäre die erfolgreiche Umsetzung dieses Events nicht möglich. Da es sich um einen guten Zweck handelt, ist es glücklicherweise relativ einfach Helfer zu finden. Wir sprechen hier von vielen hochqualifizierten Helfern, da wir natürlich Leute brauchen, die sich im Gebirge zurechtfinden und die Gegebenheiten kennen.

Nach so vielen erfolgreichen Jahren gilt es Bilanz zu ziehen. Worauf legen Sie den Fokus bezüglich der Weiterentwicklung der Tour? Gibt es Ziele, die Sie in den kommenden Jahren gerne erreichen möchten?

Uns ist es wichtig, ein nachhaltiges Event zu etablieren und uns jedes Jahr zu verbessern. Es geht uns nicht darum, ein Mega Event mit tausenden Teilnehmern zu organisieren, sondern für uns steht der gute Zweck im Vordergrund. Wir haben ganz klein angefangen und es ist einfach eine tolle Idee, weshalb es sich durch Mundpropaganda herumgesprochen und verbreitet hat. Uns ist es nie darum gegangen, dass besonders viele Leute oder bestimmte Persönlichkeiten mitlaufen. Für uns ist jeder wichtig, jeder ist ein Sieger, wenn er es schafft, 40 Kilometer und 5000 Höhenmeter hinter sich zu bringen. Für die Zukunft ist es uns wichtig, das Event weiterhin sicher und erfolgreich für ROKPA über die Bühne zu bringen.

Vielen Dank, dass Sie sich die Zeit für dieses spannende Interview genommen haben. Die HEINZL Firmengruppe wünscht Ihnen eine erfolgreiche Jubiläumstour.

 

Um mehr über die SEVEN SUMMITS TOUR SCHRÖCKEN und die Organisation ROKPA zu erfahren, besuchen Sie die Seite sevensummitschroecken.blogspot.com sowie Facebook.

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