Wir stehen auch in schwierigen Zeiten zu unseren Kunden!

Christian Heinzl im Sommergespräch – Teil 1

Unternehmer Christian Heinzl über die Auswirkungen des Dieselskandals

2015 hat Branchen-Primus VW die gesamte Automobilindustrie in Verruf gebraucht. Manipulierte Abgaswerte haben aber weniger am Image des Volkswagenkonzerns, als am Image des Dieselmotors gekratzt. Drei Jahre und einige Milliardenzahlungen später haben Benziner zu den Verkaufszahlen von Dieselfahrzeugen aufgeschlossen. Der Unternehmer Christian Heinzl, Inhaber und Geschäftsführer der Heinzl-Firmengruppe, analysiert die Hintergründe und Auswirkungen des Dieselskandals, den Personalmangel in der Automobilindustrie und welche Schwerpunkte sein Unternehmen dazu setzt.

 

 

Welche spürbaren Folgen hat der vor drei Jahren aufgedeckte Diesel-Skandal?

Der Schock hat gesessen. Kein Mensch hatte diesen Skandal für möglich gehalten. Wir, die deutschen Autobauer, sollen betrogen haben? Nie im Leben! Dies war die Einschätzung der Bevölkerung, aber auch von den Mitarbeitern in der Automobilindustrie. Gerade bei den Mitarbeitern aus der Produktion und den Automobilzulieferern schürte das eine große Unsicherheit und teilweise auch erhebliche Existenzangst.

 

War die sogenannte Salami-Taktik, also immer nur Scheibchenweise mit der Wahrheit an das Tageslicht zu gehen, aus Ihrer Sicht eine falsche Vorgangsweise?

Mit Sicherheit – darum kommt das Thema auch heute noch nicht aus den Schlagzeilen. Wie man sieht, ist VW nicht der einzige Autobauer der manipuliert hat, nun haben auch Daimler, Audi und sogar Opel massive Fehler eingeräumt.

 

Hat sich dieser weitreichende Skandal auch auf das Angebot an Arbeitskräften in der Automobilindustrie ausgewirkt?

Ja absolut! Der Fachkräftemangel, gerade in der Automobilindustrie und deren Zulieferer, war schon gewaltig spürbar. Verschiedene Anbieter konnten das Schichtmodel nicht mehr komplett ausleben, da das Personal schlichtweg fehlte. Durch diese Unsicherheit orientieren sich Mitarbeiter in der Arbeitnehmerüberlassung lieber in Richtungen der Industrie, welche im Gegensatz dazu Kontinuität und Sicherheit wiederspiegeln – wie z.B. die Pharmaindustrie oder der Maschinenbau.

 

Welche Schwerpunkte setzt die HEINZL-Firmengruppe dazu?

Wir stehen als HEINZL-Firmengruppe natürlich auch in diesen schwierigen Zeiten zu unseren Kunden. Wir sind ein Partner der Industrie, gerade im Bereich der Fachkräfte. In eng abgestimmten Personalplänen stimmen wir den Bedarf, die Spitzenzeiten sowie eventuelle Schichtänderungen gemeinsam ab. Die HEINZL Firmengruppe hat in den vergangen Jahren auch bewiesen, dass Zeitarbeit –  trotz ihren schlechten Rufs – auch anders funktionieren kann.

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